Im Namen des Vorstands

der Senioren Union Wehrheim begrüße ich Sie herzlichst auf unserer Seite

Leider müssen wir aus gegebenem Anlass unsere, allseits beliebten Veranstaltungen, noch eine Zeitlang aussetzen!

Ich möchte mich den Worten unseres Bundesvorsitzenden der Senioren-Union (Link zum Brief), Herrn Prof. Dr. Otto Wulf, anschließen:
„Ich wünsche Ihnen allen, liebe Freundinnen und Freunde unserer Senioren-Union, dass von nun an jeder Tag Sie hoffnungsvoller stimmt, auf dem vorerst noch steinigen Weg in die gewohnte Normalität des Alltags. Ich sehne mich, wie alle anderen auch, endlich wieder nach der persönlichen Begegnung. Zu gern wäre ich vielen von Ihnen im Wahlkampf in den kommenden Wochen begegnet, um gemeinsam vor Ort für unsere Union zu kämpfen und ihr zum Erfolg zu verhelfen. Leider hindert uns noch das Virus daran. Wir dürfen aber nicht den Mut verlieren, das müssen wir uns versprechen. Mehr noch, wir wollen uns heute schon darüber freuen, uns bald wieder die Hand drücken zu können, eine Geste, deren Bedeutung häufig verlorengegangen ist. Vielleicht wird die überstandene Corona-Pandemie auch dazu beitragen, sich des Wertes der Freundschaft und des Vertrauens ausdrückenden Händedrucks wieder stärker bewusst zu sein.“
Bitte lassen Sie uns gemeinsam positiv in die Zukunft blicken.
Nachdem nun auch im Hochtaunuskreis ein Impfzentrum seinen Betrieb aufgenommen hat, werden wir durch höhere Kapazitäten, hoffentlich zeitnah wieder in eine gewisse Normalität zurückkehren können.
In der Zwischenzeit bitte ich Sie alle, wenn wir uns schon nicht persönlich treffen können, doch vielleicht fernmündlich im Kontakt zu bleiben. Das Gespräch selbst, der Austausch untereinander, hilft uns sicherlich dabei über diese schwierige Zeit hinwegzukommen.
Gerne dürfen Sie mir Ihre Erfahrungen, positive wie auch negative, auch schriftlich mitteilen. Ihr Einverständnis vorausgesetzt würde ich diese Zeilen dann auch hier veröffentlichen. Wir leben vom Austausch miteinander / untereinander.
Bitte lassen Sie sich impfen, damit wir alsbald wieder gemeinsame Treffen veranstalten können. Sollten Sie Hilfe benötigen, bezüglich der Terminvereinbarung mit dem Impfzentrum, oder bei der Fragestellung wie Sie dort hinkommen, so tauschen Sie sich untereinander aus, oder melden sich direkt bei mir.

Sobald die Zahlen und Verordnungen es zulassen werde ich zeitnah ein Treffen organisieren. Bis dahin bitte ich Sie, den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren.
Bitte bleiben Sie gesund.

Wolfgang Siegemund

Wolfgang Siegemund
Vorsitzender SU Wehrheim

Sprechen Sie mich an.
Für Auskünfte und Anmeldungen zu unseren Veranstaltungen, oder auch für allgemeine Anfragern stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

Aktivitäten (Retrospektive)

Zwei Tages Ausflug, Hohenzollern/Maulbronn - 23./24.08.2018

Zwei Tage Ausflug der Senioren Union, vom 23. bis 24. August zur Burg Hohenzollern und zum Kloster Maulbronn

Am 23. und 24.August unternahm die SeniorenUnion Wehrheim eine 2 Tagesfahrt zu einer der schönsten und meist besuchten Burgen Europas, des Stammsitzes der preußisch-brandenburgischen sowie der fürstlich-katholischen Linie des Hauses Hohenzollern.

Auf dem Hinweg machten wir zunächst Station im Kloster Maulbronn, wo wir an einer Führung durch das Kloster teilnahmen.
Es handelt sich dabei um eine ehemaligen Zisterzienserabtei in der Ortsmitte von Maulbronn, einer Kleinstadt südlich des Odenwalds und nördlich des Schwarzwalds, nicht weit entfernt von Pforzheim.
Maulbronn gilt als die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen. Die Zisterzienser begannen Mitte des 12. Jahrhunderts mit dem Bau – über die Jahrhunderte entstand eine riesige Klosterstadt. Seit 1993 gehört das Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das eindrucksvolle Kloster mit seinen grandiosen Baudenkmalen ist nur ein Teil des Ganzen. Denn hier in Maulbronn haben sich auch die Wirtschaftgebäude seit der Zeit der Zisterziensermönche erhalten, Werkstätten und Speicher, Wohnhäuser Mauern und Türme. Fachwerkbauten vom späten Mittelalter bis ins 19.Jahrhundert reihen sich dicht an dicht zu einer ganzen Klosterstadt.
Seit 5 Jahrhunderten wohnen und lernen hier die Schüler des Evangelischen Seminars. Bis heute sind hier mehrere bekannte Absolventen hervorgegangen, unter ihnen Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse.

Nach einem ordentlichen Mittagessen fuhren wir weiter zu unserem Zielort Hechingen. Am nächsten Morgen, nach der Übernachtung in einem sehr angenehmen Hotel, wurden wir um zu einer Führung auf der Burg Hohenzoller erwartet.

Die Burg Hohenzollern ist die Stammburg des Fürstengeschlechts und des ehemals regierenden preußischen Königs- und deutschen Kaiserhauses der Hohenzollern.
Die Gipfelburg liegt auf dem 855 Meter hohen, isolierten Bergkegel des Hohenzollern. Von hier aus eröffnet sich einer der schönsten Rundblicke von einer deutschen Höhenburg
Das Bauwerk, das fast die ganze Bergkuppe bedeckt, besteht hauptsächlich aus vier Elementen: den Befestigungsanlagen, dem Schlossgebäude, den Kapellen und dem Burggarten..
Bei einem Erdbeben am 3. September 1978 wurde die Burg Hohenzollern schwer beschädigt. Die Restaurierungsarbeiten zogen sich bis in die 1990er Jahre hin.
Die erste Burg
Die erste mittelalterliche Burg der Grafschaft Zollern, die 1267 erstmals erwähnt wurde, geht vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Sie wurde 1423 nach fast einjähriger Belagerung erobert und vollständig zerstört.
Die zweite Burg
Nach einem Neubau ab 1454 wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg, obwohl zur starken Festung ausgebaut, 1634 von den Württembergern erobert und vorübergehend besetzt. Nach dem Krieg war sie überwiegend in habsburgischem Besitz, bevor sie während des Österreichischen Erbfolgekriegs im Winter 1744/45 von französischen Truppen besetzt wurde. Nach dem Abzug der letzten österreichischen Besatzung 1798 verfiel die Burg, Anfang des 19. Jahrhunderts war sie eine Ruine. Als einziger nennenswerter Teil war die St. Michaelskapelle erhalten geblieben.
Die dritte Burg
Nach 1819 begann König Friedrich Wilhelm IV. den Wiederaufbau der Burg. 1867 wurde der Bau unter König Wilhelm I. von Preußen von beiden Zweigen des Hauses Hohenzollern vollendet und eingeweiht und befindet sich bis heute in deren Privatbesitz.

Zum einen ist die Burg Hohenzollern das Ergebnis politischen Repräsentationswillens der Herrscher von Preußen, die die Stammburg ihrer Ahnen in prunkvoller Form wiederaufgebaut sehen wollten. Zum anderen ist die Burg Ausdruck des romantischen Geistes jener Zeit und verkörpert die damalige Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg.
Die Burg war nach dem Wiederaufbau niemals für längere Zeit bewohnt, sie hatte ausschließlich repräsentative Funktion.

Seit 1952 wurde die Burg zusätzlich mit Kunstgegenständen und Erinnerungsstücken zur preußischen Geschichte aus dem Besitz der Familie und dem ehemaligen Hohenzollernmuseum im Schloss Monbijou ausgestattet. Während der Führung konnten wir
die Schau- und Prunkräume der Burg besichtigen – mit über 300.000 Besuchern pro Jahr eine touristische Attraktion. Höhepunkt ist die Schatzkammer, in der wertvolle kunsthistorische Gegenstände zu entdecken sind, darunter das kostbare Tafelsilber und Porzellan, die Tabakdosen Friedrichs des Großen, sein Uniformrock mit dem legendären Einschussloch, das prächtige Hofkleid der Königin Luise von Preußen sowie die preußische Königskrone.

Nach dem Besuch der Burg gab es im „Hofgut Domäne“ in Hechingen ein gutbürgerliches & schwäbisches Mittagessen. Danach traten wir den Heimweg an und trafen gegen Uhr 20:00 in Wehrheim ein.

Für Text und Inhalt ist die SeniorenUnion verantwortlich

Besuch der Falknerei auf dem Feldberg - 11.10.2018

Besuch der Falknerei auf demFeldberg

Am 11.Oktober 2018 besuchte die Senioren-Union Wehrheim mit vielen Gästen der SU Bad Homburg die Falknerei auf dem Feldberg im Taunus.
Die Falknerei wurde im Juni 1965 gegründet und beherbergt somit die älteste und zugleich auch höchstgelegene Falknerei Hessens – mit über 30 Greifvögel - Falken, Habichte, Bussarde, Adler, Milane, Eulen, Uhus und Käuze.

Wir wurden auf dem Falkenhof Feldberg vom Betreiber Christian Wick und seiner Mitarbeiterin Ursula Zieten empfangen, die uns in einem ausführlichen Vortrag und mit der Präsentation der Vögel Einblicke in Verhaltensweisen und Lebensräume von Greifvögeln gaben.

Alle Vögel der Falknerei sind in menschlicher Obhut nachgezüchtet, wobei 95% der Arten nicht aus Deutschland stammen.
Es gibt hier auch eine Auffang- und Pflegestation, in der verletzte und aus dem Nest gefallene Greifvögel und Eulen aufgenommen, gesund gepflegt und wieder auswildert oder aber an andere Falknereien oder zoologische.Einrichtungen verkauft werden.
Generell gilt, daß - je größer die Vögel sind – sie umso älter werden: in freier Wildbahn um die 25 Jahre (Steinadler 55-60 Jahre). Allerdings gibt es auch wieder in freier Wildbahn eine 60%ige Jungen Sterblichkeit.

An Hand von drei Vögeln, einem Falken, einem Bussard und einem Uhu wurden uns die Unterschiede der Greifvögel aufgezeigt und erklärt:

Als erstes wurde uns ein Falke vorgeführt
Falken bauen keine Nester. Die Brut findet in Nestern anderer Vogelarten oder in einfachen Mulden an Felswänden, Gebäuden oder auf Bäumen statt. Dies unterscheidet sie von den anderen Greifvögeln.
Falken sind tagaktive Jäger. Im Gegensatz zu Adlern oder Bussarden ist ihre Anatomie auf den aktiven, schnellen Flug hin ausgerichtet und nicht optimal zum Nutzen von Aufwinden geeignet. Dies führt dazu, dass die meisten Falkenarten ihre Beute im aktiven Flug suchen (der Falke gilt als schnellster Vogel der Welt) oder von einem Ansitz aus nach Nahrung Ausschau halten. Wird diese entdeckt, wird sie auch über weite Strecken hin angeflogen und verfolgt.
Zur natürlichen Beute von Falken gehören je nach Größe und besonderer Anpassung der Art kleine Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und größere Insekten.

Als nächstes präsentierte Christian Wick den Königsrauhfußbussard
Er gehört zu den Habichtartigen Greifvögeln, der größten Gruppe aller Greifvögel.
(Zur Familie der Habichtartigen gehören beispielsweise die meisten der als Adler und Geier bezeichneten Vögel sowie die Gattungen der Bussarde, Weihen, Habichte und Sperber).
Der größte bussardartige ist der Königsrauhfußbussard mit 55-65 cm Körperlänge, Flügelspannweite 135-144 cm, Gewicht bis zu 2 kg. Er kann den Kopf 180° drehen und damit sein eingeschränktes Gesichtsfeld (außen liegende Augen) überkompensieren.
Die Augen sind das Hauptsinnesorgan. Sie können durch doppelfokussieren (mehrmaliges scharfstellen) auf 1 km Entfernung eine Maus erkennen.

Diese Greifvögel sind Grifftöter, ihre Krallen haben z.B. beim Steinadler pro Kralle eine Kraft von 80 kg! und schlagen in Hals, Kopf, Brustkorb, Lunge. Die Opfer sind i.d.R sofort tot durch Schock oder Verblutung.
Übrigens: Steinadler können recht große Tiere wie Hasen, Füchse, Marder und Rehkitze erbeuten, ihre Hauptnahrung sind jedoch Murmeltiere; im Winter verschmähen sie auch Aas nicht.
Bei ihren Flügen nutzen sie im Gegensatz zu den Falken geschickt die Thermik, also die warmen, aufwärts gerichteten Luftströme, mit deren Hilfe sie sich in weiten Kreisen immer höher schrauben, um dann im Gleitflug vorwärts zu fliegen. Vor allem die Geier haben die Kraft sparende Kunst des Gleitens zu höchster Perfektion entwickelt und bleiben stundenlang in der Luft.
Das Gewölle der Bussarde (die ausgewürgten unverdaulichen Nahrungsreste) hat – im Gegensatz zu den Eulen - nur noch Fell bzw.Federn, keine Knochen (Greifvögel
haben stärkere Magensäure als Eulen)

Zuletzt wurde uns ein 8 jähriger turkmenischer Uhu (namens Penelope) vorgestellt, einer der größten existierenden Eulenvögel.
Er ist ein Nachtjäger und jagt ausschließlich mit dem Gehör. Er hat eingeschränktes Gesichtsfeld von nur 10°. Die Augen sitzen ganz vorne und sehen nur starr geradeaus – können aber wie ein Teleobjektiv ran zoomen. Um sein eingeschränktes Gesichtsfeld zu kompensieren kann er seinen Kopf um 270° drehen!
Die Ohren sind das Hauptsinnesorgan.
Das liegt daran, dass der Uhu etwas andere Ohren hat als wir Menschen. Seine Ohr-Öffnungen sitzen auf der einen Seite des Kopfes etwas höher als auf der anderen.
Dadurch erreichen die Geräusche der Beute die Öffnungen zu unterschiedlichen Zeiten. Der Uhu hört so genau, wie weit seine Beute entfernt ist. Blitzschnell hat er eine Maus, die 100 m entfernt im Wald raschelt, einen Igel oder einen Hasen durch lautlosen Flug erwischt. Oben auf dem Kopf haben Uhus Federbüschel, die wie Ohren aussehen. Diese werden auch Federohren genannt. Sie haben mit dem Gehör aber nichts zu tun.
Die Eulen töten „kombiniert“, d.h. sie greifen mit den Fängen wie die Greifvögel und beissen dann mit dem Schnabel wie die Falken. Mäuse verschlucken sie am Stück. Um ein Beutetier zu erlegen, benötigen die Eulen ca.6 Anflüge. Beutetiere sind Hasen, Kaninchen, Waschbär, Fuchs und Igel.

Nach den höchinteressanten und lehrreichen Ausführungen unternahmen wir noch einen Rundgang durch das Gehege und beendeten unseren Ausflug mit einem gutbürgerlichen Mittagessen im Feldberghof.

Für Text und Inhalt ist die SeniorenUnion verantwortlich